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Raiffeisen Waren GmbH steigert Umsatz und Ertrag – positive Grundtendenzen aus dem Vorjahr wurden ausgebaut

Kundennähe, Prozessoptimierung und unternehmerisches Wachstum sichern der Raiffeisen Waren GmbH ein solides Jahresergebnis 2017.

Kassel. Die Raiffeisen Waren GmbH hat in 2017 ihren Umsatz auf 1,27 Milliarden Euro erhöht (Vorjahr: 1,15 Milliarden Euro) und das Ergebnis vor Steuern auf 14,7 Millionen Euro (Vorjahr: 11,9 Millionen Euro) gesteigert. Das Eigenkapital des Konzerns vermehrt sich auf 157,3 Millionen Euro und die entsprechende Eigenkapitalquote vergrößerte sich auf 32,4 Prozent.

„Bei gesamtheitlicher Betrachtung blicken wir auf eine positive Geschäftsentwicklung zurück, wenngleich wir unsere ambitionierten Ziele in verschiedenen Teilbereichen noch nicht in Gänze erreichen konnten“, so Reinhard Stieglitz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Raiffeisen Waren GmbH. „Bei einer insgesamt besseren Stimmungslage in der Landwirtschaft und der weiter boomenden Bauwirtschaft konnten wir mit Kundennähe, Prozessoptimierung und unternehmerischem Wachstum punkten“, ergänzt Dr. Dirk Köckler, Geschäftsführer der Raiffeisen Waren GmbH. Gewachsen ist das Unternehmen in Deutschland durch Zukäufe in den Bereichen Agrarhandel und Baustoffe. Ein erster internationaler Expansionsschritt wurde im Segment Landtechnik in Richtung Dänemark unternommen. „Die positive Personalentwicklung und die hohe Ausbildungsquote sind ein weiterer Baustein der positiven Entwicklung“, kommentiert Markus Braun, Geschäftsführer der Raiffeisen Waren GmbH.

Die Raiffeisen Waren GmbH wird sich den zukünftigen Herausforderungen in bewährter und nachhaltiger Weise stellen. Sie wird ihre Geschäftsfelder ausbauen und innerhalb der relevanten Märkte regional und auch inhaltlich erweitern. Organisches Wachstum und strategische Partnerschaften werden dieses Ziel tragen. Durch verbesserte und verschlankte Prozesse in allen Unternehmensbereichen wird die Raiffeisen Waren GmbH neue Potenziale heben. Den Unternehmenserfolg sichern dazu Innovationen aus dem eigenen Haus, die Digitalisierungsansätze und die Nähe zu den Kunden, die natürlich immer im Zentrum allen Denkens und Handels steht.

Die Sparte Agrar konnte nach zwei schwierigen Jahren eine erkennbare Ergebnisverbesserung verzeichnen. Eine bundesweit durchschnittliche Getreideernte bescherte dem Unternehmen eine Erfassungsmenge von 725.000 Tonnen, was einem Rückgang von knapp 6 % ggü. Vorjahr entspricht. Stagnierende Preise taten ihr Übriges. Um dem Strukturwandel und den Warenströmen noch besser zu entsprechen, werden die Erfassungsstandorte reduziert, Einzelstandorte jedoch größer und leistungsfähiger. Der Bereich Futtermittel wurde organisatorisch neu aufgestellt, das Werk in Altmorschen geschlossen und die Produktion komplett nach Hamm und Werl verlagert, so dass den einzuhaltenden Qualitäts- und Sicherheitsstandards auch langfristig entsprochen werden kann. Die Segmente Düngemittel, Pflanzenschutz und Saatgut legten in ihrer Umsatz- und Ertragsentwicklung deutlich zu. Besonders hervorzuheben ist hier die Entwicklung des Segmentes Saatgut.

Nach einem schwächeren Jahr 2016 konnte die Sparte Landtechnik in 2017 wieder deutlich wachsen. Geprägt von der Markenkonzentration auf Produkte des AGCO-Konzerns findet man auf ca. 4. Mio. Hektar landwirtschaftlicher Fläche Landtechnik von der Raiffeisen Waren GmbH. Mit den neuen Großmähdreschern der Marken Fendt und Massey Ferguson steht das Unternehmen vor dem Wiedereinstieg in das Premiumsegment der Erntetechnik. Investiert hat die Sparte zudem in diverse zukunftsgerichtete Werkstattstandorte. Auch wurde die Restrukturierung des Standortnetzes weitestgehend abgeschlossen. Mit dem Expansionsschritt nach Dänemark hat die Sparte den konzernweiten ersten internationalen Schritt unternommen und die Mehrheitsanteile an der TBS Maskinpower erworben.

Die Sparte Baustoffe profitiert weiterhin von einer guten konjunkturellen Lage, der Fortsetzung der Niedrigzinsphase und dem anhaltenden Bauboom. Nicht zuletzt durch diese Faktoren, konnte das Umsatzvolumen auf einen historischen Höchststand gesteigert werden. Durch die Konzentration des Einkaufs sowie einer sinkenden Kostenentwicklung konnte die Sparte das höchste Ergebnis seit ihrem Bestehen ausweisen. Um Potentiale besonders in Ballungsräumen wie dem Rhein-Main- und dem Ruhrgebiet zu heben, ist auch die Sparte Baustoffe weiterhin auf Expansionskurs. Mit den Akquisitionen der Strauch GmbH in Rommelhausen und der Keil GmbH in Gießen, setzte die Sparte ihr Wachstum bereits heute fort. Darüber hinaus etablierte die Sparte erfolgreich den Raiffeisen Baustoff-Shop am Markt, und arbeitet heute bereits mit einer Vielzahl von Handwerkskunden über diesen Kanal zusammen.

Die Sparte Energie stabilisierte das Ergebnis des Vorjahres auf einem guten Ergebnisniveau. Besonders die gemeinsame Arbeit zwischen dem Mutterhaus und den Tochterunternehmen Kaiser Mineralöl und Tankstellen GmbH, Brilon und der RHV – Raiffeisen Handels- und Vermittlungsgesellschaft mbH, Welkers schaffte positive Synergien innerhalb der Sparte. Auf der einen Seite steht dabei das Team in Brilon, die die Einkaufs- und Logistikfunktion für den Konzern optimieren, auf der anderen Seite die Spezialisten der RHV, die ihr Know-how beim Betreiben von LKW-Tankstellen an Logistikschwer- und Verkehrsknotenpunkten einbringen