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Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014: Mehr Pflichten schaffen mehr Transparenz

Zum 01.05.2014 ist die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft getreten. Darin werden sowohl die energetischen Mindeststandards für Neu- und Altbau geregelt als auch die Anforderungen bei der Ausstellung von Energieausweisen. Im Wesentlichen wurden folgende Änderungen beschlossen:

Neubauten

Neu gebaute Wohn- und Nichtwohngebäude müssen ab 1.1.2016 höhere energetische Anforderungen erfüllen: Der zulässige Wert für die Gesamtenergieeffizienz (Jahres-Primärenergiebedarf) wird um 25 Prozent gesenkt. Ab 2021 gilt dann für alle Neubauten der von der EU festgelegte Niedrigstenergie-Gebäudestandard. Die hierfür gültigen Richtwerte sollen bis Ende 2018 öffentlich bekanntgegeben werden

Altbauten

Insgesamt sind für den Gebäudebestand keine wesentlichen Verschärfungen vorgesehen.

Dennoch kommen Hausbesitzer, die eine Sanierung planen, an der EnEV 2014 nicht vorbei.

Denn in der EnEV 2014 ist geregelt, welchen Energiestandard das Haus (beziehungsweise Teile des Hauses wie Dach, Fassade, Fenster oder Kellerdecke) nach einer Sanierung erreichen muss. Dabei dürfen nur Häuser von den Vorgaben der Energieeinsparverordnung abweichen, die unter Denkmalschutz stehen, sowie Häuser mit erhaltenswerter Bausubstanz.

Vorgaben der  Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) bei einer Sanierung

Die gesetzlichen Regelungen der EnEV 2014 gelten bei allen Sanierungsmaßnahmen. Dabei ist für jedes Bauteil angegeben, welcher Sanierungsstandard verbindlich ist. Insbesondere der zu erreichende U-Werts des Bauteils nach der Sanierung ist detailliert festgelegt. Danach richtet sich beispielsweise die erforderliche Dicke der Dämmung. Aber auch beim Austausch von Fenstern und Haustüren haben die Vorgaben der EnEV entscheidenden Einfluss auf das zu verwendende Material bzw. Glas der Elemente.

Deshalb sollten Hausbesitzer unbedingt die Hilfe eines Energiefachberater in Anspruch nehmen, damit die Sanierung richtig geplant und ausgeführt wird.

Nach der Sanierung muss der Handwerker, welcher die Sanierungsarbeiten ausgeführt hat, einen Beleg ausstellen, dass er bei seiner Arbeit die Anforderungen der EnEV 2014 erfüllt hat. Diese Unternehmererklärung muss der Hausbesitzer mindestens fünf Jahre aufbewahren, ist sie gegenüber kontrollierenden Behörden doch der Nachweis, dass die Energieeinsparverordnung eingehalten wurde. Ignorieren sollten Hausbesitzer die Anforderungen der EnEV 2014 besser nicht, denn das kann teuer werden: Die Energieeinsparverordnung sieht Bußgelder bis zu 50.000 Euro vor.

Bagatellgrenze bei kleineren Sanierungsmaßnahmen liegt bei zehn Prozent

Grundsätzlich gilt die Energieeinsparverordnung für alle Sanierungsmaßnahmen. Eine Ausnahme davon sind aber kleinere Sanierungsarbeiten. Dafür ist in der EnEV 2014 eine Geringfügigkeits- grenze vorgesehen, die Zehn-Prozent-Regel. Das bedeutet: Wer mehr als zehn Prozent seiner Außenwand, der Fenster, des Daches oder der Decken erneuert oder energetisch saniert, muss die Wärmeschutzanforderungen der EnEV 2014 erfüllen. Werden weniger als zehn Prozent saniert, also zum Beispiel Risse im Fassadenputz ausgebessert oder kaputte Dachziegel ausgetauscht, greift die Energieeinsparverordnung nicht. Wird dagegen der gesamte Außenputz oder die Dacheindeckung inklusive Lattung und Verschalung erneuert, muss auch der Wärmschutz überprüft und unter Umständen eine Dämmung eingebaut werden.

Daneben gelten auch einige konkrete Austausch- bzw. Nachrüstpflichten für Hausbesitzer nach der neuen EnEV 2014:

  1.  Austauschpflicht für alte Öl- und Gasheizkessel
    Öl- und Gasheizkessel, die vor 1985 eingebaut wurden, müssen ab 2015 außer Betrieb genommen werden. Wurden die entsprechenden Heizungsanlagen nach dem 1. Januar 1985 eingebaut, müssen sie nach 30 Jahren ersetzt werden. Allerdings sieht die EnEV 2014 jedoch eine ganze Reihe von Ausnahmen von dieser Regelung vor.

  2. Dämmung
    Oberste Geschossdecken, die nicht die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz erfüllen, müssen bis Ende 2015 gedämmt sein. Gemeint sind Decken beheizter Räume, die an ein unbeheiztes Dachgeschoss angrenzen. Die Forderung gilt auch als erfüllt, wenn das Dach darüber gedämmt ist oder den Anforderungen des Mindestwärmeschutzes entspricht. Allerdings gibt es auch hier für bestimmte Fälle Ausnahmeregelungen.

  3. Rohrleitungen
    Heizungsleitungen und Warmwasserleitungen im kalten Keller müssen gedämmt werden

Um Sie bei der Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben der EnEV 2014 zu unterstützen und eine sinnvolle und fachlich richtige Umsetzung Ihrer energetischen Sanierung zu begleiten, stehen unsere geprüften Energiefachberater im Baustoffhandel (EFB) gerne zu Ihrer Verfügung.

Diese sind durch kontinuierliche Weiterbildung immer auf dem aktuellen Wissenstand und können Sie kompetent und neutral zu aktuellen Fragen der Energieeinsparung, energetischen Sanierung und nachhaltigen Modernisierung beraten.

Dabei liegt der Schwerpunkt unserer EFB jedoch nicht nur auf der Berücksichtung gesetzlicher Vorgaben, neuer technischen Entwicklungen bei den Bauprodukten oder einer überschlägigen Berechnung der Energieeinsparung verschiedener Modernisierungsmaßnahmen . Ebenso wichtige Aspekte sind die praktischen Auswirkungen der EnEV hinsichtlich Schimmelproblematik oder Luftdichtheit der Gebäudehülle contra Mindestluftwechsel zur Feuchteabfuhr. Dabei werden anhand exemplarischer Sanierungsmaßnahmen wie Außendämmung oder Fensteraustausch die Auswirkungen bei der Umsetzung in der Praxis trainiert.

Diese und weitere Fragen beantworten Ihnen unsere geprüften Energiefachberater gern.

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