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Ökologisches Saatgut

In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln kontinuierlich gewachsen. Demzufolge sind auch die Zahl der ökologisch wirtschaftenden Betriebe und die Nachfrage nach standortgerechten Sorten mit entsprechenden Eigenschaften in Öko-Qualität gestiegen.


Die Verwendung von Saatgut mit einer hohen Keimfähigkeit und Reinheit legt den Grundstein für einen erfolgreichen Pflanzenbau. Gerade im Bereich der ökologischen Landwirtschaft ist der Einsatz von gesundem Saatgut besonders wichtig. Lückige Bestände aufgrund schlechter Saatgutqualität können während der Vegetationszeit kaum oder gar nicht kompensiert werden. Gerade im Hinblick auf samenbürtige Krankheiten spielt die Saatgutqualität eine entscheidende Rolle, da diese im Ökologischen Landbau nicht über den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln kontrolliert werden können.


Die Wahl der richtigen Getreideart und –sorte stellt im ökologischen Landbau einen entscheidenden Faktor dar, da der Anbau weniger anfälliger Getreidesorten in geeigneten, abwechslungsreichen Fruchtfolgen ohne den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel in dieser besonders nachhaltigen Form der Landwirtschaft im  Vordergrund steht.  

Folgende Sorteneigenschaften sind im Ökologischen Landbau bedeutsam:

  • Standortangepasste Sorten mit einem hohen Widerstandspotenzial gegenüber abiotischem Stress
  • Hohes Ertragspotenzial
  • Ertragsstabilität
  • Standfestigkeit
  • Blattgesundheit
  • Nährstoffeffizienz
  • Unkrautunterdrückungsvermögen

Folgende Sorten können wir Ihnen als Öko-Saatgut anbieten:

Unser Qualitätssaatgut wird dabei mit viel Sorgfalt und Fachwissen hergestellt und entspricht höchsten Ansprüchen.

SU Ellen

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Lombardo

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Elixer

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Avalon

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Bison

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Astronaute

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Ansprechpartner

Ansprechpartner
Diane Schmeer
Saatgut Zentrallager
local_phone05622/9939-27
Ansprechpartner
Katharina Findling
Saatgut
local_phone05622/9939-25

Höchste Qualität und Ertragssicherheit im Z-Saatgetreideanbau

Zusammen mit unseren Partnern steht die Raiffeisen Waren GmbH als Vermehrungsorganisationsfirma (VO-Firma) und Händler für höchste Qualität und Ertragssicherheit im Z-Saatgetreideanbau. Auch für Ökologisches Z-Saatgut gelten strenge Qualitätsanforderungen, die gesetzlich festgeschrieben sind und zum einen im Feldbestand der Vermehrungsfläche und zum anderen in der Beschaffenheitsprüfung am Saatgut amtlich kontrolliert werden. Zudem sind wir nach den offiziellen Öko-Richtlinien zum Handeln mit ökologischen Erzeugnissen wie Saatgut oder Futtermitteln zertifiziert.

Wissenswertes zum Thema ökologisches Saatgut

In der EG-Öko-Basisverordnung Nr. 834/2007 und ihren Folgeverordnungen wird der Einsatz von ökologisch erzeugtem Saat- und Pflanzgut im Öko-Landbau geregelt. Dort ist für alle Öko-Landwirte die Verwendung von ökologisch erzeugtem Saat- und Pflanzgut bzw. von Vermehrungsmaterial vorgeschrieben. Es ist jedoch auch eine Verwendung von Saatgut aus einer Produktionseinheit möglich, die sich in Umstellung auf den ökologischen Landbau befindet, wenn der Umstellungszeitraum mindestens 12 Monate beträgt.

In den letzten Jahren hat sich die Verfügbarkeit von Ökosaatgut stetig verbessert. Für die Hauptgetreidearten steht in der Regel ökologisch vermehrtes Saatgut bereit. Allerdings ist die Versorgungssituation mit ökologisch vermehrtem Saat- und Pflanzgut für zahlreiche Sorten noch nicht ausreichend. Steht Ökologisches Z-Saatgut nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung oder ist die Nachfrage danach so hoch, kann die Verfügbarkeit stark eingeschränkt sein. In solchen Ausnahmefällen darf ungebeiztes Saatgut aus konventioneller Erzeugung verwendet werden. Hierfür muss er eine Ausnahmegenehmigung bei seiner Kontrollstelle beantragen, die auch vor der Aussaat erteilt sein muss!

Eine Ausnahmegenehmigung für die Verwendung von konventionell erzeugtem ungebeiztem Saatgut kann nur unter folgenden Voraussetzungen erteilt werden:
  • wenn keine Sorte einer entsprechenden Kultur in der Datenbank aufgeführt ist
  • wenn nachweislich keine der gelisteten alternativen Sorten derselben Art für den Erzeuger geeignet ist
  • wenn die gewünschte Sorte nicht (rechtzeitig) geliefert werden kann
  • wenn ein Anbau zum Sortenerhalt bzw. ein Anbau zum Zwecke der Forschung im Rahmen klein angelegter Feldversuche durch die zuständige Behörde genehmigt wurde


Je nach Verfügbarkeit einer ausreichenden Anzahl von geeigneten Sorten von Ökosaat- und Pflanzgut für den Erwerbsanbau, werden alle angebauten Kulturen in unterschiedliche Kategorien unterteilt:


Kategorie I

Für Sorten dieser Kategorie I-Arten kann keine Ausnahmegenehmigung gemäß Art. 45 (8) der VO (EG)
889/ 2008 erteilt werden. Für die pflanzliche Erzeugung gilt daher, dass nur ökologisch erzeugtes Saatgut verwendet werden darf, da  ausreichend Öko- Z- Saatgut vorhanden ist. Ausgenommen hiervon ist Saatgut für die Forschung, der Untersuchung im Rahmen klein angelegter Feldversuche oder der Sortenerhaltung. Die Genehmigung dafür kann nur von der zuständigen Behörde erteilt werden.
Beispiele:     Alexandrinerklee, Einjähriges Weidelgras, Mais, Perserklee, Sommerwicke, Welches Weidelgras, Winterroggen, Zuckerrüb

 

Einzelgenehmigungen

Bei Kulturen mit durchweg guter Versorgungslage ist grundsätzlich die Verwendung von ökologischem Z-Saatgut vorgeschrieben. Aufgrund von Nichtverfügbarkeiten bestimmter Sorten und überzeugender Erklärung zum Bedarf der ausgewählten Sorte kann jedoch ein individueller Einzelgenehmigungsantrag gestellt werden.

 

Allgemeine Genehmigung

Auf der sogenannten Allgemeinverfügungsliste sind alle Kulturen aufgezählt, für die kein oder sehr wenig für den Erwerbsanbau geeignetes Ökosaatgut verfügbar ist. Für diese Arten und Unterarten auf dieser Liste wurde von den meisten deutschen Überwachungsbehörden ein vereinfachtes Ausnahmegenehmigungsverfahren eingerichtet. Vorrangig sollte Ökologisches Z-Saatgut eingesetzt werden, jedoch kann ohne Antrag konventionell ungebeiztes Saatgut verwendet werden, wenn die gewünschte Sorte in der Datenbank nicht verfügbar ist.


Die Gewährung der Allgemeinen Genehmigung sollte im Voraus eingeholt und dokumentiert werden.

Quellen:

Informationsmaterialien über den ökologischen Landbau, BLE 2011
https://www.kws.com/de/de/produkte/getreide/blickpunkt-kundenzeitschrift/oeko-landbau-auf-dem-vormarsch/

https://www.bvo-saaten.de/themen/oekosaatgut

http://www.tll.de/www/daten/publikationen/allgemeinverfuegungen/AGF_Saatgut_2012.pdf

https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/oekolandbau/pdf/oekovo-mkulnv.pdf

https://www.organicxseeds.de/

https://www.oekolandbau.de/erzeuger/pflanzenbau/allgemeiner-pflanzenbau/pflanzenzuch/rechtliche-grundlagen-und-verfuegbarkeit-von-oekosaatgut/